Hoya australis ssp. rupicola K. D. Hill 1988 Forster & Liddle 1991

1988 wurde H. rupicola von K. D. Hill als Hoyaart klassifiziert. 1991 stellten Forster und Liddle sie als Unterart (subspecies) der H. australis dar. Der Name kommt vom lateinischen `rupes` oder `rupis`. Das heißt übersetzt Stein oder Kliff. In Zusammenhang mit der lateinischen Bezeichnung `cola`- Bewohner, gibt der Name einen Hinweis auf den Lebensraum dieser ssp. Sie wächst vorwiegend auf Sandsteinkliffen.
Diese Art des Hoya Australis Komplexes wächst als hochsukkulenter lithophytischer Busch. Sie ist die Seltenste der Hoyas der Hoya australis Gruppe.
Die Blätter sind sehr fleischig. Sie erreichen eine Länge von 4-15 cm und werden 3-7cm breit. Die Blattstiele sind 1-2 cm lang und haben einen Durchmesser von 6-10 mm.
Die schlanken peduncel werden 1-2,5 cm lang, die pedicel 1,5-2,5 cm. Die Blütendolde hat 10-30 Einzelblüten. Die Kelchblätter sind 4-5 mm lang. Sie erblühen in cremeweiß mit pinkfarbenen oder roten Flecken an der Basis. Die Blüten haben einen Durchmesser von 1-2,5 cm. Die Nebenkrone hat einen Durchmesser von 4 mm. Sie ist weiß und flach. Die Früchte werden 9-15 cm lang und etwa 1cm dick.



H. rupicola ist die sukkulenteste Hoya des Komplexes. Die Blätter sind immer mit feinen weichen Haaren bedeckt.
In niederen Sandsteinbereichen im Norden Australiens und in der Kimberley Region im Westen Australiens ist sie beheimatet. Sie ist sehr resistent. Oft wächst sie in kleinen Humusansammlungen der Sandsteinbereiche und dort meistens in voller Sonne. Diese Regionen haben oft bis zu 6 Monate im Jahr keinen Regen, aufgrund der Monsumzyklen. Die Pflanze ist mit ihrer Sukkulenz diesen Bedingungen sehr gut angepasst. Deshalb sollte H. rupicola ihren natürlichen Bedingungen entsprechend in Kultur recht trocken gehalten werden. Alle Arten des Hoya Australis Komplexes werden der Hoya Sektion Pterostelma zugeordnet.

Hoya australis ssp. rupicola
Hoya australis ssp. rupicola, blühend Oktober 2007

Publikationen

Forster & Liddle: Austrobaileya 3 (3) S. 514 (1991)
Focke Albers, Ulli Meve: Sukkulenten-Lexikon Band 3 S. 149 (2002)