Hoya longifolia Wallich ex Wight 1834
Hoya stoneiana Kloppenburg & Siar 2006
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H. longifolia ist in Indien, Burma, Nepal, Pakistan, China (Yunnan Provinz), Singapur und Thailand beheimatet. Fundorte in Thailand sind die Gebiete Chiang Mai und Kanchanaburi. Hier wächst die Art in 4500 bis 5000 m Höhe ü. M. Der Holotyp wurde am Mussourae im Himalaya, Indien gefunden.
H. longifolia ist ein Schlinger mit bis zu mehreren Meter langen Trieben. Sie sind kahl oder behaart. In allen Pflanzenteilen befindet sich Latex ähnlicher weißer Saft.
Die Art hat paarig angeordnete, fleischige, lange (Hinweis auf die Blattform im lateinischen Namen) Blätter. Diese sind bis zu 13 cm lang und 2 cm breit. Sie sind dunkel grün und haben eine oval - längliche Form. Sie haben entweder keine Behaarung oder nur an der Blattunterseite und keinen Glanz. Die Blattränder sind nicht gebogen oder gewellt. Es sind keine Venen sichtbar.
Die Blütendolde besteht aus 5-12 Einzelblüten. H. longifolia erblüht in einem lockeren, großen Blütenball. Die Kronen haben einen Durchmesser von 16-17 mm. Sie sind weiß. Die Kronenlappen sind dreieckig, 8 mm lang und 8 mm breit. Sie sind zottelig behaart. Die Korona ist weiß. Die Blüten duften angenehm nach Parfüm. Die Hauptblütezeit liegt im Frühjahr, etwa ab Mai.
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H. longifolia ist eine leicht zu pflegende und willig blühende Hängepflanze (Bildergalerie Serie 6 und Tagebuch Juni 2009). Sie zählt zu den Hoyas, die kühle Temperaturen durchaus tolerieren. Sie wird selten von Schädlingen befallen.
H. longifolia ist verwandt mit H. shepherdii, mit der sie oft verwechselt wird. Die Blätter von H. shepherdii sind schmaler, länger und sukkulenter. Die Blütenbälle der H. longifolia sind immer größer. Bei H. longifolia Blüten ist kein Rot auf und zwischen den Koronenblättern vorhanden, wie bei H. shepherdii, sondern immer ein schönes Gelborange. Beide Arten stammen aus den höher liegenden Gebirgsausläufen des Himalaya. Deshalb sollten beide in Kultur leicht kühlere Bedingungen haben, als die anderen Hoyas.
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2006 wurde von D. Kloppenburg in Zusammenarbeit mit Dr. Monina Siar, Universität der Philippinen in Los Banos, eine neue Spezies klassifiziert, die H. longifolia sehr ähnlich ist. Kloppenburg schreibt, dass der Originalstandort der neuen Spezies unbekannt ist. C. M. Burton kritisiert zu Recht die Aussage ( P. S. The Hoyan, Vol. 6/2, Mai 2007). Sie schreibt ... Die "neue" Spezies H. stoneiana wird seit Jahren im Katalog von D. Liddle (IML 906) als Klon von H. longifolia verkauft. Als Herkunft wird hier Nepal, gefunden von D. Cumming, benannt.
Kloppenburg und Siar benannten die Spezies in Erinnerung an Margie Stone, eine Hoya -Enthusiastin aus Eugene, Oregon, USA mit dem Namen Hoya stoneiana (#68634 Cahup, Holotyp). Von ihr bekam Kloppenburg die beschriebene Pflanze, die bei ihm in Fresno, Kalifornien am 14.05. 2006 mit zwei Blüten überraschte.
IPPS 00143
Publikationen
Fraterna Volume 19/4 (2006), S. 19-23, Klassifizierung H. stoneiana Kloppenburg & Siar
C. M. Burton, P.S. The Hoyan Vol.6/2 Mai 2007, Auseinandersetzung mit der Klassifizierung Kloppenburgs
Wights Contributions to the Botany of Indiae 36 (1834) Klassifizierung H. longifolia Wallich ex. Wight
Flora of China Vol. 16, S. 235
Fraterna Vol. 13/3 (2000) S. 12
Focke Albers, Ulli Meve: Sukkulenten-Lexikon Band 3, S. 155 (2002)
The World of Hoyas - a pictorial guide von D. Kloppenburg (1999) S. 140 Kurzbeschreibung und S. 141 Foto von Kloppenburg
Forster & D. J. Liddle & I. M. Liddle, The genus Hoya R.Br. (Asclepiadaceae: Marsdenieae) as commonly cultivated in Australia in Asklepios 78 S. 26 (1999)
C. M. Burton, Hoyas I know and love, Atlanta 1981, S. 27
C. M. Burton, H. longifolia Wallich in Hoyan 16 (4), S. 74 - 77 (1995)
C. M. Burton, H. longifolia / H. shepherdii in Hoyan 9 (4), S. 86 - 87
(1988)