Hoya siamica Craib 1911

Die Heimat von H. siamica liegt im Nordwesten Thailands. Gefunden wurde sie im Gebiet Chiang Mai im Dschungel um den Doi (Berg) Suthep im Gebirgswald in 1500 bis 1650 m Höhe ü. M. von Kerr. Er gab ihr die Sammel Nr. 724. Auch im Gaoligongshan Gebirge der Provinz Yunnan in China konnten Vorkommen von H. siamica nachgewiesen werden. Die Hoya ist ebenso in Indien, Kambodscha, Laos und Vietnam verbreitet. Der Name bedeutet "aus Siam", abgeleitet vom früheren offiziellen Namen Thailands.





Diese Aufnahmen entstanden im Dezember 2008 am Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands in der Provinz Chiang Mai. Er hat eine Höhe von 2565m ü. M. Hier ist es im Dezember für thailändische Verhältnisse relativ kalt, ca. 15°C. H. siamica wächst epiphytisch unmittelbar neben dem touristisch stark frequentierten Platz der beiden Pagoden für das thailändische Königspaar in einem Gebirgswald fast an jedem Baum.

Es handelt sich um epiphytisch wachsende Büsche, deren Triebe bis 1,5m lang sind. An kahlen 5 bis 15 mm langen Blattstielen wachsen 3 bis 9 cm lange und 2 bis 3 cm breite längliche unbehaarte fleischige Blätter. An einem trockenen Standort haben sie eine lederartige Konsistenz. Die seitlichen Blattvenen sind nur undeutlich sichtbar. Die Blattränder sind leicht zurück gebogen.

In einer weisen Blütendolde blühen 10 bis 15 Einzelblüten. Sie erblüht an einem 1 bis 5 cm langen kahlen Doldenstiel, der persistent ist. Die Stiele der Einzelblüten sind 2 cm lang und unbehaart. Die Krone hat einen Durchmesser von 1,5 cm. Die Kronenzipfel sind dreieckig. Außen weisen sie keine Behaarung auf. Im Inneren der Blüte sind sie schwach flaumartig behaart.
H. siamica blüht im September. Die Blüten halten etwa 7 Tage und verströmen einen leichten süßlichen Duft.
H. siamica ist verwandt mit H. longifolia.

Publikationen

Bulletin of Miscellaneous Information Kew (Kew Bulletin) S. 419 (1911) Klassifizierung H. siamica Craib
Flora of China Vol. 16 S. 231 (1995)
Focke, Albers und Ulli Meve, Sukkulentenlexikon Band 3, S.158
Hoyatelegrafen 2 (2003)